Es gibt zahllose Web2.0 Anwendungen im Internet und viele davon sind zweifelsohne interessant. Hier hat man einen Blog, da lädt man seine Bilder zu flickr oder zooomr hoch, dort wieder scrobbelt man seine Musik über last.fm und im Twitter / Pownce hält man seine Freunde über sein Tun auf dem Laufenden. Es gibt so viel …
Hat man nun Bekannte, die mehrere dieser Dienste nutzen, muss man auch entsprechend viele RSS-Feeds abonnieren, um auf dem laufenden zu bleiben. Das wird irgendwann unübersichtlich.
Sucht man eine Lösung für dieses Problem trifft man immer wieder auf einen Namen: friendfeed, das als das „nächste große Ding“ nach Twitter gehandelt wird.
Was macht friendfeed? Aus (derzeit) insgesammt 41 Diensten kann man seine Feeds bündeln und diese unter einer einzigen Adresse anderen zur Verfügung stellen. Mein Feed dort ist etwa http://friendfeed.com/stormcloud (mit zugehörigem RSS-Feed). Daneben bietet Friendfeed noch soziale Anknüpfungspunkte in Form sogenannter Rooms. Web2.0 eben. So ganz bin ich da aber noch nicht durchgestiegen.
Friendfeed macht einen soliden Eindruck, die eigenen Dienste sind schnell und einfach integriert. Man muss dazu lediglich den entsprechenden Nutzernamen angeben, Passwörter werden keine abgefragt, was schonmal sehr vorbildlich ist. Friendfeed läuft recht langsam (gestern aufgenommene Del.icio.us-Bookmarks sind heute immer noch nicht erschienen) und ist momentan nur auf Englisch zu erreichen. So sind eben die angebotenen Services auch nur auf die amerikanischen Seiten beschränkt. So kann man etwa seine Wishlist von amazon.com importieren, nicht aber von amazon.de, was für deutschsprachige Nutzer sinnvoller ist. Wenn Friendfeed wirklich das „nächste Große Ding“ wird, sehe ich für eine Portierung deutscher Dienste keine Probleme.
Ich werde mir die Sache nochmal genauer anschauen, ob ich daraus einen Mehrwert ziehen kann. Im Moment kann ich den Blog mit seinen Widgets gut als zentrale Schaltstelle meiner wichtigsten Dienste (del.icio.us und flickr) akzeptieren und meine neuesten Links / Bilder müssen nicht sofort bei meinen Freunden / Bekannten / Lesern erscheinen. Zudem stellt sich mir die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, stattdessen die Dienste von (virtuellen) Freunden selbst bündeln und abonnieren zu können. So könnte man sich selbst ein individuelles Paket schnüren, etwa einen „PH-Feed“, der alle Blogs Bilder und News von Mitstudenten und Dozenten bündelt. Fände ich praktischer.
Was haltet ihr von Friendfeed? Was taugen die Rooms? Habt ihr schon mehr Erfahrungen damit gemacht?
Update:
Inzwischen bin ich noch über einige weitere tolle Features von Friendfeed gestolpert. Über die Settings kann man sich etwa so genannte virtuelle Freunde anlegen. Also die Feeds von jemandem zusammenstellen, der noch nicht Friendfeed nutzt. Sehr praktisch und genau sowas, wie ich in den Kommentaren mit Feedoor benannt habe. Wieder ein zusätzlicher Dienst also, auf den ich verzichten kann.
Weiterhin kann bestimmte Einträge verstecken. Wenn ich etwa von einer bestimmten Person keine Twitter-Nachrichten bekommen möchte, kann ich über die Option „Hide“ in der „Friends“-Ansicht einstellen, ob ich nur diesen Twitter-Eintrag verstecken möchte, alle von dieser Person oder eben alle von allen. Ich kann also den Dienst Twitter oder jeden anderen komplett verstecken lassen, so ich das möchte. Leider funktioniert das bislang nur auf der Friendfeed-Seite, die Meldungen, die man über einen Feedreader bekommt, beinhalten die Infos leider immer noch. Weiterer Nachteil ist folgender. Abonniert man sich den Feed direkt von einem Blog, bekommt man auch dessen Inhalt im Reader angezeigt. Erhält man die Meldung allerdings via Friendfeed, ist darin nur die Überschrift und der Autor enthalten, um den Artikel dann lesen zu können, muss man erst auf den Link klicken. Etwas umständlich.









Mittwoch, 23. Juli, 2008 um 08:04:09
Ich glaube, ein Dienst, der die Feeds anderer bündelt (und nicht den eigenen) ist feedoor.com. Nutzt den Dienst schon jemand und kann darüber berichten?
Dienstag, 5. August, 2008 um 09:55:33
Friendfeed kann tatsächlich die Dienste anderer bündeln, auch wenn diese selbst nicht bei Friendfeed angemeldet sind. Man erreicht die Funktion über „friend settings“ -> „imaginary“. Dort kann man einen imaginären Freund anlegen und Dienste aus dem bekannten Repertoire importieren.
Samstag, 16. August, 2008 um 20:36:20
[...] von Freunden abonniert werden, sodass die Feeds der Freunde zusammengeführt werden. Mehr dazu hat stormcloud in seinem Weblog geschrieben. [mein [...]