Web 2.0 bietet neben dem Aufbauen und Pflegen sozialer Beziehungen tiefer greifende Einsatzmöglichkeiten. Wie, zeigt podknast.de. Jugendliche Kriminelle der Jugendarrestanstalt Düsseldorf erzählen in einem Podcast über ihre Erfahrungen und ihre Gedanken.
Die Idee ist genial, entfalltet sie doch ihre Wirkung nach zwei Seiten:
Zum einen beschäftigen sich die inhaftierten Jugendlichen eingehend mit ihrem Handeln vor und während ihrer Zeit im Arrest. Dadurch, dass sie ihre Gedanken in Worte fassen müssen, denken sie intensiver darüber nach, was und warum sie ihre Straftaten begangen haben. Der Podcast stellt somit ein Mittel zur Resozialisierung dar.
Auf der anderen Seite erzielt er eine präventive Wirkung nach außen hin. Durch die Schilderungen des „Knastlebens“ können andere Jugendliche davor gewarnt oder sogar abgeschreckt werden, ebenfalls auf die schiefe Bahn zu geraten. Die Wirkung ist dahingehend intensiver, da es sich um reale Erfahrungen von Gleichaltrigen handelt, denen man als Jugendlicher eher mehr Aufmerksamkeit und Glauben schenkt, als Eltern oder Lehrern, denen man den moralischen Zeigefinger in dem Alter nicht so wirklich abkauft.
Ein wirklich gelungener Ansatz, der die positiven Aspekte des Internets hervorhebt.







